In schlaflosen Nächten

Mahan Esfahani, Cembalo
Dr. Hannah Ahlheim, Kulturwissenschaftlerin

Musikalisches Werk:
Johann Sebastian Bach – Goldberg-Variationen

Beginnen wir in jenem zwielichtigen Reich der Anekdoten, die zwischen Traum und Wachheit, zwischen Dichtung und Wahrheit hin und her pendeln: Es soll der unter Schlaflosigkeit leidende russische Gesandte am Dresdner Hof, Graf von Keyserlingk, gewesen sein, der seinen Freund Johann Sebastian Bach bat, eine Musik zu schreiben, um in den schlaflosen Nächten etwas aufgeheitert zu werden. Nun zweifeln die einen an diesem Gründungsmythos der berühmten Goldberg-Variationen, andere – unter ihnen sind führende Bachforscher wie Christoph Wolff und Konrad Küster – sprechen von einem wahren Kern. Sicher ist, dass Musik und Schlaf schon lange eine intensive Beziehung pflegen. Grund genug, diesem Thema einen eigenen, wachrüttelnden Abend zu widmen, in dem die Kulturwissenschaftlerin Dr. Hannah Ahlheim faszinierende und überraschende Einblicke in die wechselvolle Geschichte des Schlafes, in verschiedene Techniken und Anschauungen oder auch historische Veränderungen dieser scheinbar bewegungslosen Phase des Tages gibt. Gekrönt wird der Themenabend mit der Interpretation der Goldberg-Variationen durch den gefeierten Cembalisten Mahan Esfahani, dessen kürzlich vorgelegte CD-Einspielung dieses Werkes höchste Bewunderung erfährt: „A hugely stimulating account of one of the peaks of western music.“ (The Guardian)


Mitwirkende

Mahan Esfahani
Mahan EsfahaniCembalo
Dr. Hannah Ahlheim
Dr. Hannah AhlheimKulturwissenschaftlerin

Weitere Informationen

Mahan Esfahani: mahanesfahani.com